Die spürbaren Folgen des Shutdowns

Folgen des Shutdowns für die BürgerRund 800.000 Staatsangestellte mussten aufgrund des Shutdowns unbezahlt in den Urlaub geschickt werden. Experten rechnen mit einem Schaden von über 50 Milliarden US-Dollar für die US-Wirtschaft sollte der Shutdown zwischen drei und vier Wochen anhalten.

Doch Zahlen sind immer sehr unpersönlich – welche Folgen der Shutdown direkt auf verschiedene Bereiche und Personen sowie Personengruppen hat, hat die Huffington Post in einem Artikel zusammengestellt. Aus verschiedenen US-amerikanischen Lokalzeitungen wurden 50 Fälle herausgesucht, die verdeutlichen wie sich der Shutdown außerhalb der politischen Debatten und Wirtschaftsprognosen auswirkt – und wie die Betroffenen reagieren.

Sehr ausgiebig wurde in den Medien bereits über die Schließung der Nationalparks und der Smithonian Institution, dem größten Museumskomplex der Welt, berichtet. Das betrifft allerdings nicht nur die dort Angestellten. Manche Städte leben, besonders in dieser Jahreszeit, von den Touristen. So gleicht zum Beispiel Fort Smith in Montana durch den Shutdown einer Geisterstadt.

Überhaupt ist die Zahl der zwangsbeurlaubten Staatsangestellten sehr trügerisch. Viele private Unternehmen bieten Führungen oder Freizeitaktivitäten in den geschlossenen Gebieten und den Gebieten in der Umgebung an. nun bleiben die Touristen entweder ganz aus oder es kommen aufgrund der gesunkenen Attraktivität nur noch sehr wenige.

Das führt wiederum dazu, dass viele Touristen nicht nur nicht an solchen Freizeitaktivitäten teilnehmen, sondern gar nicht erst Urlaub oder Ausflüge machen. Dementsprechend verzeichnen sehr viele Hotels deutliche Umsatzeinbußen seit dem Shutdown oder müssen komplett schließen.

Neben dem Tourismus-Problem entstehen durch den Shutdown zudem Zahlungsschwierigkeiten bei Sozialleistungen oder Fördergeldern. So verliert beispielsweise die Oregon State University seit dem Shutdown jeden Tag 600.000 $ an Forschungsgeldern. Dringende medizinische Projekte können nicht fortegesetzt werden, wissenschaftliche Studien müssen unterbrochen werden, in Arizona muss die Sozialhilfe reduziert werden und manche von non-profit-Organisationen betriebene Kliniken können keine neuen Patienten mehr aufnehmen.

Während Demokraten und Republikaner weiter debattieren (bezahlt natürlich), bekommen viele Amerikaner die Folgen des Shutdowns sehr direkt zu spüren. Ein längerer Shutdown könnte fatale Folgen haben, zumal er wie eine Kettenreaktion wirkt. Viele Menschen haben jetzt schon Probleme Essen oder Miete zu bezahlen. Aber auch die Vermieter und Supermarkt-Besitzer brauchen Geld zum Überleben. Laut Washington Post verzeichnen die Nahrungslieferanten in Washington DC bereits jetzt einen Umsatzeinbruch.

Weitere, teils schockierende, teils erstaunliche Folgen des Shutdowns können im Artikel der Huffington Post nachgelesen werden: KLICK

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